(1894 – 1970)
Heinrich Maria Davringhausen zählt zu den Wegbereitern des Magischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit. Im Berlin und München der 20er Jahre gilt er als eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten, als ein eleganter Bohemien mit großer Ausstrahlung und als innovativer Vorreiter neuer Bildwelten.
Die Kritik erkennt in seiner Malerei eine »blasphemische Schamlosigkeit der Gesinnung« und stellte zugleich seine »Liebe zu handwerklicher Vollkommenheit« fest. Zu seinen engsten Freunden zählen die Maler George Grosz, Carlo Mense, Anton Räderscheidt und die Brüder Wieland Herzfelde und John Heartfield.
Von den Nationalsozialisten als Maler verfemt, flüchtet er 1933 mit seiner jüdischen Frau und den Kindern zunächst nach Mallorca, dann nach Paris, Ascona und Südfrankreich, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg in Cagnes-sur-Mer eine neue Heimat findet.
Nach 1945 vergessen und verarmt, schafft er ungebrochen und mit großer Arbeitsdisziplin ein Spätwerk, das sich konsequent aus den Bildvorstellungen der frühen Schaffensperiode entwickelt. Davringhausen löst sich in seiner Malerei ab 1931 allmählich vom Gegenstand. In seinen Kompositionen scheinen die konstruktiven Flächen in leuchtenden Farben den Bildraum zu durchkreisen.
Galerie Dieter Reitz Berlin
Heinrich Maria Davringhausen — 29.09. – 29.12.2007
in Zusammenarbeit mit dem Leopold-Hoesch-Museum Düren und dem Nachlass Davringhausen
Galerie Dieter Reitz Berlin
Die Emigration — 05.06. – 08.08.2009
Automobil Forum Berlin
"parcours 11“ — 11.11. – 12.12.2011
Berliner Kunst: Auswahl aus den letzten Hundert Jahren
in Kooperation mit BENTLEY MOTOR
White Square Gallery Berlin
"Ein Bild muss funktionieren..." — 12.11.2011 – 21.01.2012
"Ein Bild muss funktionieren..." — 01.02.2012 – 31.03.2012
Teil II Nachkriegszeit
kuratiert von Dr. Dorothea Eimert
Der Krieg (Wvz. 75), 1914
Rheinisches Landesmuseum
Portrait Mann im blauen Rock (Wvz 82), 1915
Karl-Ernst Osthaus Museum, Hagen
Portrait Dr. Döhmann (Wvz 83), 1915
Museum Wiesbaden
Portrait G (Wvz 86), 1916
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Kathedrale in Lourdes (Wvz 88), 1916
Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
Negermädchen II (Wvz 97), 1916
Lembachhaus, München
Der Irre (Wvz 100),
1916
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
Der General (Wvz 102), 1917
Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Der Lustmörder (Wvz 105), 1917
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Die Dirne (Wvz 136), 1921
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Akt vor dem Spiegel (Wvz 105), 1921
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Der Träumer II (Wvz 117), 1919
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
Portrait Carlo Mense (Wvz 120), 1919
Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Das Haupt (Wvz 126), 1919
Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
Der Schieber (Wvz 129), 1920/21
Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof
Der Andere (Wvz 130), 1921
Hessisches Landesmuseum,Darmstadt
Stillleben mit Schemel (Wvz 139), 1921
Städt. Galerie im Lembachhaus, München
Die Geburt (Wvz 148), 1922
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Portrait eines Mannes mit Zigarette (Wvz 150), 1921
Von der Heydt-Museum, Wuppertal
Sonntagmorgen (Wvz 153), 1922
Karl-Ernst Osthaus Museum, Hagen
Der Mönch (Wvz 157), 1922
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Der Irre (Wvz 160) um 1922
Sprengel Museum, Hannover
Junge mit Seifenblasen (Wvz 162),
1922/23
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Stilleben mit Bauklötzen (Wvz 163), 1923
Stiftung Bauhaus, Dessau
Portrait Wilhelm Schmitz-Gilles (Wvz 174), 1925
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Bildnis P.E. Schiffers (Wvz 189), 1928
Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
ohne Titel (Wvz. 234, 1933-36)
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
o.T. (Wvz 260) um 1938
Musée Picasso, Antibes
Sitzende (Wvz 1075), 1931
Kunsthalle Emden, Stiftung Henri Nannen
Komposition (Wvz 1076), 1944
Leopold-Hoesch-Museum, Düren